2011

Holy Shit Shopping 2011 in Berlin

Die Vorweihnachtszeit bedeutet kommerziellen Stress, um für Mutti, die Schwester und Oma die passenden Geschenke zu finden – wir stürzen uns also mitten in den Trubel und haben einen Gemeinschaftsstand mit der großartigen Martina Hoffmann beim Holy Shit Shopping 2011 in Berlin angemietet. Das Ganze findet am 03. und 04. Dezember in der Alten Münze statt. Wir freuen uns auf Besuch von bekannten Gesichtern und haben extra noch ein paar T-Shirts und Beutel angefertigt, die es auch in unserem Shop gibt.

Die Bilder wurden von Tabea Mathern (www.tabeamathern.de) aufgenommen.

„Sendawoy“ im Kulturautomat Erna Karlsruhe

Der Lebensmittelautomat „Die Erna“ ist in Karlsruhe längst Kult, aber nun gibt es zwei Wochen lang (16. bis 30. September) neben Bier auch Kunst und Kulturgut von Künstlern und Designern zu kaufen. Alle „Sendawoy“-Käufer bekommen als Überraschung den bald erscheinenden Soundtrack von Corwood Manual (Siva., I Might Be Wrong, SDNMT) geschenkt.

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung des Kulturautomaten-Temas. Mehr Informationen unter www.facebook.com/Kulturautomat

Bilder vom Local Art Club Hamburg

Die Bilder wurden von Christian Ludwig & Christoph Schwarze aufgenommen.

Voodoo Market Berlin 2011

Die Bilder wurden von Tabea Mathern (www.tabeamathern.de) aufgenommen.

Scale The Summit – The Collective

Neulich in der Berliner U-Bahn: Drei Typen unterhalten sich angeregt bis angeheitert über ihre Gedanken samt Befindlichkeiten.

Typ 1:
„Ich bin so schrecklich ausgeglichen derzeit. Es läuft alles dermaßen rund und geradlinig, dass ich gar nicht weiß, wer und wie ich den Zustand mal abrupt und nachhaltig ändern kann.“

Typ 2:
„Mich plagen aktuell Kopfschmerzen, es rüttelt und wuselt in meinem Schädel so unvorhersehbar, dass ich mir Gedanken mache, wo das nur herrrührt.“

Typ 3:
„Ich plane eine Reise ins Gebirge, abgeschottet vom Hier und Jetzt. Trotz der gewaltigen Naturkulisse brauche ich dazu auch künstlich hergestellten Pathos, Rüttelbewegungen und Schwingungen als Soundtrack.“
Ein weiterer großer, schmaler Kerl mit Brille, langem Haar und einem Shirt mit der Aufschrift „Call Me Frickel“ beugt sich plötzlich zur Gesprächsrunde und zieht “The Collective” der Texaner Scale the Summit aus seinem Mantel.
„Hier für euch. Einmal als Aussicht auf Besserung, dann zweitens als möglichen Hintergrund des Ganzen und schließlich im Fall Nummer Drei als die perfekte Lösung. Bitteschön.“

Geschrieben für das Fuze Magazine

Mogwai – Hardcore Will Never Die, But You Will

Die Endlichkeit des Seins ist uns allen bewusst, allein schon jede Regentschaft arbeitet letztlich nur auf ihr Ende hin. Selbst sogenannte Vorreiter können sich nicht ewig auf ihren scheinbar unkaputtbaren Lorbeeren ausruhen. Zu sehr kratzt Mutter Zeit, die böse Konkurrenz aus dem Hinterhalt und der Begriff Reputation am Stand der eigenen Existenz.

Mogwai werden allgemein zu gerne und oft als die Väter des Postrock geadelt, inzwischen sogar so lange schon, dass in Sachen Kreativität der Nachwuchs längst die Überholspur geentert hat.

Doch was tun, außer altersmüde und gönnerhaft die Noten und Anspruch in den Schoß zu legen? Genau das hier.

Album Nummer Sieben mit dem schmunzelnden Slogan “Hardcore Will Never Die, But You Will” holt MogwaiI zurück in die unbestrittene Regierungsposition. So viel Abwechslung, pfiffige Ideen aus dem erdachten Off und aufhorchende Überraschungsmomente darf und muss man im Amt letztlich auch vom Thron feuern, dass all die Zweifler und Abschreiber sich vorerst auf die eigene Lippe beißen.

Der neueste Gesetzesentwurf tönt im Gesamtbild rockiger, verspielter, spontaner und dann doch wie eine gut durchsaftete kleine Best-Of-Kollektion aus dem Proberaum 2010, selbst ohne Hardcore-Anstrich.

Geschrieben für das Fuze Magazine

Khoma – A Final Storm

„Danke. Ja, sie haben mich überzeugt.“

Man kennt dieses seltsame Erwachen, das einen halb-verwirrt, latent reizüberflutet und gleichzeitig so herrlich positiv gestimmt Richtung Realität wirft.

Die Gedanken sind nicht recht zu orten, man würde sich bestenfalls noch einmal auf die andere Schlafseite legen, um den Anschluss nicht zu verderben.

Ähnlich verhält es sich mit “Army Of One” des Cult of Luna-Nebenprojekts Khoma. Doch wer will den Projekt-Begriff ständig missbrauchen und die Querverbindung zur aktuell vielleicht wertvollsten Postcoreband immer aufs Neue aufbröseln, wenn das schwedische Trio spätestens jetzt mit Album Nummer 3 selbst den eingemeiselten Traumfänger in petto hat.

Genau wie das Gedankenwirrwarr an der Bettkante bleiben die elf Songs zwar hängen, flattern aber parallel angenehm orientierungsfrei durch die Rindenfelder des Großhirns. Die Songreihenfolge spielt dabei kaum keine Rolle – trotz offensichtlicher Hits wie dem aufkratzenden Opener oder auch Breitwand-Bombardement “From The Hands Of Sinners” – selbst auf Random wird ein atmosphärischer Schuh raus, findet der rote Faden sich erschreckenderweise quasi von selbst. Zwischen epischem Rock, Ambient, Postpop und schlecht versteckter Songwritingkunst ist generell noch etwas Platz, vorerst haben Khoma den jedoch mehr als überzeugend besetzt.

Geschrieben für das Fuze Magazine