Beinahe Advent

Beinahe Advent

Dem Oktober bin ich längst entwachsen,
der Herbst hat für mich ausgedient,
aus Gold wächst Grau in diesen Tagen,
aus Regen Schnee, Sturm war einst Wind.

Für Licht ist nun oft selbst zu sorgen,
die Einsamkeit schaut gern hervor,
das Gestern gleicht dem Übermorgen,
es friert der See, es schweigt das Moor.

Die Ruhe ist’s, die ich benenne,
als Höhepunkt und schönen Schein,
der Winter, den ich gut schon kenne,
kann mehr als Übergang nur sein.

Das Bett ist Freund, die Küche Liebe,
und drumherum mein Wunsch nach mehr,
ein Zauber straft den Alltag Lüge,
erst im Neujahr ich mich ihm verwehr.