Beitrag in Pornceptual Magazine #1

Beitrag in Pornceptual Magazine #1

Ist es möglich, nackte Menschen völlig neu und andersartig zu inszenieren? ​Eher nicht, dafür dauert die Geschichte der Darstellung von Personen oben bis unten ohne zu lange schon an. Dennoch ist die Sichtweise auf Pornographie eine sich wandelnde, eine, die neue Anreize verdient und immer wieder nötig hat. Da sind es gerne die Projekte, die aus einem Kunstgedanken entstehen, aus einer Idee der Unabhängigkeit und gewünschten Nische, die Teil neuer Blickwinkel werden. Pornceptual betritt virtuell nicht mehr unauffällig die Bühnen abgedunkelter Räume im Hinterhof, eher besteigen sie Kinodächer, bestreiten Veranstaltungen mit halb-klaren Überschriften auf internationaler Ebene und besetzen ironisch die Straße mit dem Kampfgedanken gegen Pornographie. Da werden Richtlinien sozialer Netzwerke übertreten, die Zensur befindet sich schließlich oft nah an Geschlechtsorganen jeder Form und Farbe. Das treibt das Kollektiv nur umso mehr an. Chris Phillips und Emre Busse sind unter anderem die planenden Köpfe Pornceptuals, und sie sind höchstens am Beginn ihrer Revolution ohne auszumalendes Ziel. Nächster Schritt war da nur logisch: eine Zeitschrift. Pornifesto ist das zugehörige Fanzine, das nach Anfang duftet und fiktiven Begrifflichkeiten wie Sexsomnia einen Druck gibt. Dein Körper ist eine Bühne – der angedichtete Slogan wird siegen, ganz bestimmt.

Den vollständigen Text gibt es hier: Dein Körper ist eine Bühne / Your body is a stage