Ich bin so …

Manche Gefühle kann man weder beschreiben, noch möchte man dies. Das sind existentielle Erfahrungen, die in der Vorstellung allein Unbehagen bis Verlustängste hervorrufen. Doch im Grunde kann man viel reden, austauschen und sich vor das geistige Auge führen, hat man es nicht am eigenen Herz erlebt, wird das mit dem Mitreden nichts.

Außen vor zu sein, abhängig von dem, was man über Dritte erfährt, im verspürten Abseits, ist wie der Faustschlag ins allgemein vernetzte Denken der Menschheit. Trinken kann man später, essen generell nur im Mehrtagestakt, selbst der Toilettengang ist nach hinten rausschiebbar. Dieses Empfinden dabei zu sein hingegen, an der Quelle des Seins, man lässt es sich mehr als nur ungern nehmen. Wie soll man all das nach Tagen der Abstinenz nur aufholen, das Warten kompensieren? Oh nein: Ich tippe, also bin ich? Ich bin so … offline.