Joseph Wolfgang Ohlert

Joseph Wolfgang Ohlert

Vor dem Spiel ist vielleicht nach dem Spiel, doch vor der Kamera nicht gleich hinter jener. Ähnlich vertrackte Aussagen habe ich Fotograf Joseph Wolfgang Ohlert zugeschoben, der für die Portraitreihe zu „Moritz & Ivahn“ zuständig ist, dabei der Wand eines Supermarktes seiner Wahl mehrmals von Angesicht zu Angesicht stand und mir folgende Antworten da ließ.

Joseph, fotografieren – warum eigentlich?

Warum, warum ist die Banane krumm?

Hast du einen persönlichen Moment im Hinterkopf, bei oder ab welchem abzusehen war, dass die Fotografie mehr als nur eine Option für dich darstellen wird?

Als ich an der Ostkreuzschule für Fotografie angenommen wurde. Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet und war auch nur nebenbei mit Fotografie beschäftigt. Ich nutzte Fotografie als Mittel zum Zweck für diverse konzeptuelle Arbeiten. Mit dem Studium habe ich das Fotografieren erst so richtig lieben gelernt.

Welches ist der beständigste Einfluss auf deine Arbeit?

Langeweile. Sobald es langweilig wird, entwickelt sich meine Arbeit weiter. Dazu gehört viel Selbstreflektion.

Was mir sofort auffiel, waren die direkten Bilder, die du schaffst. Ist das Motto „Momente einfangen statt Szenen erschaffen“ oder wie würdest du das selbst beschreiben?

Ich versuche nicht direkt einen Moment einzufangen. Fotografie basiert auf Momenten, egal ob es von selber kommt oder inszensiert ist. Aber wie sie wirken, steht frei zur Interpretation.

Belletristik und Artwork – braucht ein Roman denn Fotografien & was hat dich zur Zusammenarbeit zum Buch überzeugt?

Ich bin offen für neues und mich hat interessiert, wie meine Bilder mal ganz anders zum Leben erweckt werden und sich der Ausdruck mit der Geschichte verändert.

Wenn du den Titel „Moritz & Ivahn“ hörst, denkst du derzeit an was?

An einen Schüleraustausch zwischen Deutschland und Russland.

Was wäre deine Reaktion, würde dich (wie in der Geschichte) ein Fremder auf einer Schnellstraße auf einen Besuch zu einer Halbinsel namens Garnateen einladen?

Wahrscheinlich würde ich das bei Google Maps checken.

Apropos “check”- das kann man tun, mehr über und hinter Joseph findet sich hier: www.josephwolfgang.ohlert.de