Herbstferien in Neuengland. Teil Eins.

Ach, Boston.

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Auf drei sich dehnende Joggende kommen nicht weniger als fünf Parkhörnchen frei von Scham. Einem minderbelüfteten U-Bahn-Schacht entsteigen aus dem lauten Nichts vier hilfsbereite Einheimische.

Junge Menschen werden von Fremden beim Lernen auf dem Harvardgelände fotografiert, Memorial reimt sich urplötzlich auf alles. Mitmenschen schauen dich persönlich an, schon die Revolution hat sich einst überall selbst vorher gesehen.

Zeig‘ mir den Weg am Charles River, ich schenke dir zwei meiner Stunden auf dem Freedom Trail. Gib mir rote Backsteine, ich bau‘ dir Boston, Massachusetts.

Der Pakt

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Innere Sicherheit liegt mir am Herzen, darum nimm‘ diese Worte an mit Schmerzen.

Halte Abstand von dir und den Gedanken, die aufrecht stehen, nie trübe wanken.

Weiche nicht aus dem Übermut, umstell‘ die Lust, besetz‘ die Wut.

Beende Blässe, die nach Ruhe stinkt, nach Zierde ruft, der Stille winkt.

Nimm bitte dir mehr Schwarz vom Weiß, bestenfalls bin ich dein Preis.

Es war kompliziert

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Lass‘ diesen Gedanken mein letzter sein, für uns und das Zusammensein, das mehr besteht aus dem, was war, kaum an morgen denkt oder an Alltag gar.

Die Zeit vergisst, macht sich vom Vorwurf frei, wie arg der Kampf auch gewesen sei, sei nicht bös‘ um das Ende bald, scheint die Verbindung alt, beinahe kalt.

Schüsse am Zoo

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Lichter, Ratten, Adventsgefühle – Fotoaktionen am Berliner Zoo pünktlich zur Dämmerung.

Der eine hält still, die andere hält drauf.

Jahreswechsel

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Diese Erkenntnis muss man loben – ich wurde um den Sommer betrogen.

Nun argumentiere ich ganz ungelenk – der Winter ist mein Trostgeschenk.

Wahltag

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Berlin,

deine Laternen sind geschmückt, seit Wochen schon bin ich entzückt, von Hass in Blau, der Faust in Braun, die dumpfe Wut garniert das Grauen.

Euch wird’s zu voll, zu bunt und fremd, dieses Gefühl bleibt ein Geschenk, für gemalte Teufel an der Wand, die Furcht reicht Halbwissen die Hand.

Die Hauptstadt stellt die Urnen auf, darauf verhindere du den schiefen Lauf.

Gedanken aus dem Sommerloch. Folge 3

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Eine Liebelei namens Bergen.

Urban dürfen die anderen Städte sein, die gierig nach reisenden Menschen schreien.
Du zeigst dich erkenntlich mit Atmosphäre, welche in einem Mehrteiler nur umzusetzen wäre.

Es riecht nach Fisch und schmeckt nach Hauptstadt der Herzen, klingt nach Herrn Grieg, Emperor und hanseatischen Scherzen.

Zum Schutz, gar zur Wehr rufst du von oben die Massen, zum Erhalt von Hafen und deiner zeitlosen Gassen.

Die anderen lassen ihr Geld, ich meine Gefühle, du dafür leichte Schwere und behagliche Kühle.

Es braucht kaum Frau Skram und Kirchen aus Stäben, um mir eine Handvoll Norden zu geben. Um auf den Serpentinen deiner Geschichte zu gehen, folgt kein halbes Leben für ein Wiedersehen.

Gedanken aus dem Sommerloch. Folge 2

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Hinter die Kulisse Norwegens.

Die Temperaturen halbieren sich,
mein Auge arbeitet für zwei.

Jede Gasse schmückt eine Statue,
Fjorde verzieren sich selbst.

Ich gewinne immer wieder an Höhe,
die Berge verlieren an Bäumen.

Das Wasser fällt laut in Massen,
die eigene Geschwindigkeit steigt niemals.

Ich bin ein Opfer der Mücken,
niemand juckt plötzlicher Regen.

Elchwarnschilder schüren Hoffnung,
Waldsilhouetten lieben Black Metal.

Gemalte Wolken brechen auf,
Wohnwagen bleiben stehen.

Rote Häuser kopieren sich in guter Weise,
eigenhändig stapeln soll man Steine.

Fahrten im Slalom haben ihren Preis,
der Norden hantiert mit großen Zahlen.

Tage besitzen keinen Namen,
Stunden sind nach Ortschaften benannt.

Sichtfrei

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Der skandinavische Farbkreis.

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