The Psyke Project – The Dead Storm

Zurück zur Natur, am besten mitten rein in’s fiese Dickicht, wo stinkende Sümpfe Trumpf sind und satter Morast die Liegewiese der Wahl wird.

Die generell recht ambitionierten Dänen des Psyke Project sind derzeit im Auftrag der Macht skandinavischer Urgewalten unterwegs. Doch im “Deadstorm” geht es allen Ohren nach um mehr als die romantisch verklärte Vertonung tanzender Eulen oder Danksagung an längst verblichene Baumgruppen.

Album Nummer Vier wird mit jedem Durchlauf mehr zum unkaputtbaren Manifest der Welt hinter dem Ortsausgangsschild. Doch der Hang zur Mystik und diffusen Schattenspielen im Metal läuft oft Gefahr, zum fremdschämenden Gläserrücken zu mutieren. Keine Angst, The Psyke Project bleiben stets stilsicher und der satt peitschende Beweis, dass man Feld-und Flur-Atmosphäre nicht mit lieblicher Harfe und Panflöte am Lagerfeuer kaufen muss.

Die Songtitel schweben passenderweise zwischen obligatorischen Stephen King-Kapiteln wie “Fire Blizzard” und “Storms Of The North”, Kurzfilmzitaten a`la “Utopia Is Not An Option” oder bewährter Schocker-Überschriften der “Stockholm Bloodbath”-Sorte.

Man darf es ausgefuchsten Sludgecore nennen, am Ende auch gerne tannengrün funkelnde Albumüberraschung des Sommers.

Geschrieben für das Fuze Magazine