Wirrende Weihnacht

Wirrende Weihnacht

Es ist zu kalt für deine Leiden,
und doch zu warm für Heiterkeit,
der Winter wechselt bald die Seiten,
betrügt uns mit der Einigkeit.
Advent zum dritten, bald zum vierten,
bringt Hektik nah dem Heimidyll,
die Weihnacht samt Prunk, oft ohne Hirten,
grüßt dich und mich, solang sie will.
In Zweisamkeit und dunklen Stunden,
Begeisterung dank Kerzenschein,
das Ungesunde soll uns munden,
die Biederkeit bleibt brav und fein.
Es ist zu schön für unsere Wehen,
und doch zu schwer zum Liebesfest,
Weihnacht deckt auf, lässt gar verstehen,
was sich bis dahin verschweigen lässt.
So sind es Worte, nicht die Pfade,
die definieren, was heilig bleibt,
zum Feiern am Baume ich uns stets rate,
Braten und Liebe sich uns einverleibt.